MUIMI - Muttersprachliche Information für Migranten

 

 Nach 14 erfolgreichen Jahren und mehr als 350 Treffen seit 2007 endet das von Dr. Maria Rave-   Schwank initiierte MUIMI-Projekt im Pandemiejahr 2021. Das Projekt wurde ehrenamtlich geplant,   ausgearbeitet und organisiert. Referenten waren Fachärzt*innen und Lehrer*innen, die Ü       Übersetzer*innen waren dem Verein bekannt.

 Ziel des Projektes war es, im bekannten Rahmen von Migrantenvereinen und Elterntreffs/ Elterncafés   über Gesundheits- und Erziehungsfragen in der Muttersprache zu sprechen: auf Farsi, Türkisch und   Russisch. Themen bei den Treffen waren etwa Heimweh, Depressionen, das deutsche   Gesundheitssystem, gesunde Ernährung, Besuch einer weiterführenden Schule, Zweisprachigkeit.

 Diese Themen mit ihrer Aufbereitung hat Maria Rave-Schwank als Buch herausgegeben, das 2014 unter dem Titel „Gesundheit und Erziehung in Interkulturellen Gruppen“ im Mabuse-Verlag erschien.

 2009 wurde das MUIMI-Projekt mit dem Karlsruher Integrationspreis ausgezeichnet.

 Ab 2012 fanden die Treffen überwiegend in den Elterntreffs an Karlsruher Grundschulen statt.

 2015/2016 Betreuung in der Erstaufnahmestelle in der Lasallestraße.

 2017 Feier des 10-jährigen Jubiläums des MUIMI-Projektes.

 2018 Supervision für die Mitarbeitenden im Griesbach-Haus für besonders Schutzbedürftige.

 2019/2020 Mitarbeit in der Bernsteinstraße bei einer Gruppe afghanischer Mütter auf Vorschlag des Integrationsbüros.

 Mehrfach präsentierte sich MUIMI beim Fest der Völkerverständigung und nachfolgend bei MONDO.

 Was sich in den 14 Jahren bewährt hat: An Orten, die den Migrantinnen vertraut waren, nämlich in   Migrantenvereinen und Schulen, konnten Geflüchtete der 1. und der 2. Generation in ihrer Sprache    „dumme Fragen“ zu persönlichen Themen stellen, etwa zu Pubertät, Menopause, Erkrankungen der   Brust, Heimweh. So kamen hilfreiche Gespräche in Gang. Damit wurde auch der sprachliche Kontakt   mit den deutschen professionellen Therapeuten und der Zugang zum Gesundheitssystem hier   erleichtert, ein erklärtes Ziel des Projektes.Es bleibt jetzt die Frage, wo Migrantinnen in Zukunft solche   Fragen in Karlsruhe stellen und besprechen können.

 Ansprechpartnerin für weitere Informationen: Dr. Maria Rave-Schwank

 E-Mail: maria.rave@t-online.de